Umgebungskriterien

Bei der Planung einer BIPV – Anlage ist es wichtig, auf das Umfeld zu achten. Nur so lässt sich eine gute Ertragslage mit der richtigen Technologie passend zu den architektonischen Anforderungen kombinieren.

Orientierung

Der Ertrag einer Anlage hängt von der Einstrahlung und vom Neigungswinkel ab. Je nach Breitengrad des Anlagestandorts variiert dabei der optimale Anstellwinkel des Systems. Je weiter die Anlage vom Äquator entfernt ist, desto steiler wird der optimale Anstellwinkel.

Zum Beispiel erreichen Anlagen in Deutschland, die nach Süden hin ausgerichtet sind, mit einem Anstellwinkel von 35° angefangen in Süddeutschland mit ca. 32°, übergehend auf ca. 37° in Norddeutschland die größte Einstrahlung. Mit diesen Neigungswinkeln lässt sich in Deutschland der maximale Stromertrag erzielen.

Gerade bei BIPV-Anlage, die in eine Gebäudehülle integriert sind, besteht selten die Möglichkeit, die Module optimal auszurichten. Trotzdem erreichen auch PV-Anlagen mit weniger guten Neigungswinkeln eine gute Ertragslage. Wichtig ist dabei, darauf zu achten, das am besten geeignete Modul für die geplante Orientierung der Anlage auszuwählen.

Verschattung

Neben Orientierung und Neigungswinkel ist die Verschattung einer PV-Anlage ein wichtiges Kriterium. Verschattungen können den Ertrag einer Anlage erheblich mindern. Schatten können durch Nachbargebäude, Baum- bzw. Vegetationsbestände, eigene Beschattungen durch Gebäudeteile oder Schmutzablagerungen entstehen.

Während der Planungsphase ist es wichtig, derartige Kriterien zu berücksichtigen. Eine realistische Aussage zur Ertragslage lässt sich durch die Simulation von Schattenwurf und Schattenwanderung, der optimalen Orientierung der Module und der Wahl der richtigen Technologie treffen.